Interview mit Jonas Henke über seine Ausbildung beim LPI Certified Solution Gold Partner GONICUS

Viele IT Firmen suchen händeringend Facharbeiter und überlegen, was sie gegen diesen Mangel ausrichten können. Einige Firmen verfolgen erfolgreich die Strategie, Fachleute bzw. Fachinformatiker selbst auszubilden und sich dadurch ihren Nachwuchs selbst aufzubauen. Zu diesen Firmen gehört auch der LPI Certified Solution Gold Partner GONICUS GmbH. Aber wie läuft eine Ausbildung als Fachinformatiker eigentlich ab? Jonas Henke, der bei GONICUS vor Kurzem seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, stand dem LPI für ein Interview zur Verfügung und erzählte von seinen Erfahrungen.

Jonas Henke von der GONICUS GmbH

LPI: Jonas, Du hast vor Kurzem Deine Ausbildung beim LPI Certified Solution Gold Partner GONICUS erfolgreich abgeschlossen. Dazu zuerst mal einen herzlichen Glückwunsch vom LPI!

Jonas Henke: Vielen Dank. Ich freue mich über die Möglichkeit, meine Berufsausbildung dem LPI vorstellen zu dürfen.

LPI: Wie nennt sich die Ausbildung, die Du absolviert hast?

Jonas Henke: Ich habe meine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration absolviert. Vor allem das Auseinandersetzen mit komplexen Systemumgebungen hat mich motiviert, in diese Richtung der Informatik zu gehen.

LPI: Und wie lange hat sie gedauert?

Jonas Henke: Die Ausbildung beträgt üblicherweise 3 Jahre. Aufgrund der Möglichkeit, diese in Absprache mit meinem Ausbilder zu verkürzen, habe ich mich entschlossen, bereits nach 2 Jahren meine Abschlussprüfung zu absolvieren.

LPI: Uns ist bekannt, dass man bei der Firma GONICUS an technisch sehr anspruchsvollen Projekten arbeiten kann. Zum Beispiel im Bereich der Flugzeugtechnik. Was waren denn im Rückbilck Deine persönlichen Highlights bei den Projekten, an denen Du während Deiner Ausbildung mitgearbeitet hast?

Jonas Henke: Bereits zu Beginn meiner Ausbildung wurde ich in spannende Bereiche der Firma GONICUS integriert. Klassische IT Umgebungen zu administrieren und strukturieren war dabei immer meine favorisierte Tätigkeit. Aber auch das Mitwirken bei Messeständen zum Beispiel auf der OpenRheinRuhr oder der FrOSCon waren immer persönliche Highlights für mich.

LPI: Und wie sieht Deine berufliche Zukunft aus? Wie geht es jetzt weiter bei Dir?

Jonas Henke: Persönlich wurde mir bereits zu Beginn der Ausbildung klar, dass ich bei der GONICUS genau richtig war. Mir wurde durch die Nähe zu Open-Source-Technologien ermöglicht, mein Hobby zum Beruf zu machen. Da hab ich mich natürlich sehr gefreut als ich die Möglichkeit erhalten habe, auch nach meiner Ausbildung weiter für die GONICUS zu arbeiten.

LPI: Wir haben ja in Deutschland das System der dualen Berufsausbildung. Also Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Ich kann mir vorstellen, dass in der Berufsschule sehr verschiedene IT-Welten aufeinandertreffen. Inwieweit hattest Du denn Möglichkeiten, im Unterricht Dein im Betrieb erworbenes Know-How zu Open Source Software einzubringen?

Jonas Henke: Tatsächlich wurde mir in der Berufsschule bewusst, wieviel Wert auf ein eigentliches Produkt anstelle der Technologie an sich gelegt wurde. Aufgrund dessen habe ich immer versucht, alternative Technologien aus dem Bereich der Open-Source-Software einzubringen, da mich vor allem die Hintergründe und Funktionsweisen von Software interessieren. Wurde in der Schule ein XAMP unter Windows installiert, habe ich gezeigt, dass die gleiche Funktionalität auch unter Linux gewährleistet ist.

LPI: Der Raspberry Pi und ähnliche Einplatinencomputer werden ja auch immer mehr im Unterricht eingesetzt. Habt ihr in eurer Schule auch etwas damit gemacht?

Jonas Henke: Einplatinencomputer waren tatsächlich ein beliebtes Thema in der Berufsschule. Lehrer und Schüler haben gemeinsam, zum Beispiel im Rahmen einer Projektwoche, die Funktionsweise, die Möglichkeiten und die Anwendungsbeispiele analysiert und aktiv im Unterricht eingebunden. So wurde zum Beispiel ein Temperatursensor an den Raspberry PI angebracht und über ein selbst geschriebenes Skript ausgelesen.

LPI: Soweit uns bekannt ist, gehört zur Abschlussprüfung in Deiner Ausbildung ein großes Projekt, das Du im Betrieb durchführst und vor der Prüfungskommission vorstellen musst. Was für ein Projekt hast Du Dir dafür ausgesucht?

Jonas Henke: In meinem Abschlussprojekt wollte ich mich auf relativ neue Technologien konzentrieren. Es war mir wichtig, ein sinnvolles aber auch spannendes Projekt zu realisieren. So entschied ich mich für die Implementation eines zentralen Loghosts mit den Open-Source-Komponenten Kibana, Elasticsearch und Logstash. Eine persönliche Herausforderung war es dann, die einzelnen Komponenten in Docker Containern zu implementieren.

LPI: Und nochmal auf Deine Ausbildung zurückblickend, was hat Dir bei der Ausbildung bei der Firma GONICUS besonders gefallen?

Jonas Henke: Zuerst möchte ich mich an dieser Stelle gerne beim ganzen Team der Firma GONICUS bedanken. Dank Euch hatte ich eine sehr spannende und lehrreiche Ausbildung. Besonders gut gefiel mir der Einsatz im Betrieb. Ich wurde direkt an Projekten beteiligt und habe mein Wissen für die Ausbildung bei der Arbeit erlangt. Es wird sehr viel Wert auf Teamarbeit und Wissenstransfer gelegt, was dazu führt, dass man täglich neues Wissen erlangt und auch als Azubi seine eigenen Ideen einbringen konnte.

LPI: Jonas, vielen Dank für dieses Gespräch. Wir wünschen Dir viele interessante Projekte und besondere, technische Herausforderungen bei GONICUS!

Das Interview mit Jonas Henke führte Klaus Behrla von LPI Central Europe.