Gut vorbereitet zur DevOps-Prüfung

Fabian Thorns, Director of Certification Development des LPI, gibt Tipps

Fabian Thorns, Director of Certification Development des Linux Professional Institutes, LPI. Foto: LPI Central Europe
Fabian Thorns, Director of Certification Development des Linux Professional Institutes, LPI. Foto: LPI Central Europe

Die im Oktober vom Linux Professional Institute (LPI) veröffentlichte Zertifizierung “Linux Professional Institute DevOps Tools Engineer” erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn DevOps-Fähigkeiten sind gefragt wie nie und ein entsprechender Nachweis macht sich in der Regel im Job bezahlt. Doch wie bereitet man sich auf die Prüfung zum Zertifikat vor? Fabian Thorns, Director of Certification Development des LPI, gibt Auskunft.

Lernziele kennenlernen
„Die wichtigsten Ressourcen während der gesamten Prüfungsvorbereitung sind die offiziellen Lernziele des LPI. Sie definieren, was ein Kandidat wissen muss, um die Prüfung zu bestehen“, erklärt Fabian Thorns und empfiehlt einen Blick in das LPI-Wiki, das die aktuellen Lernziele für alle LPI-Prüfungen enthält. Neues und Wissenswertes zum Linux Professional Institute DevOps Tools Engineer gibt es auch immer wieder im LPI-Blog.

Eine große Hilfe bei der Planung der Prüfungsvorbereitung sei die Gewichtung der Themen. „Im Wiki sind die Lernziele in Themenbereiche gegliedert und dort in Sektionen unterteilt. Jede Sektion hat eine Gewichtung, die der Anzahl der Fragen auf der Prüfung entspricht“, beschreibt Fabian Thorns. Hat ein Abschnitt beispielsweise eine Gewichtung von sechs bedeute das, dass die Prüfung sechs Fragen zu diesem Thema enthält.

Wissenslücken identifizieren
Jedes Lernziel enthält eine kurze Textbeschreibung, gefolgt von Listen mit wichtigen Wissensbereichen, relevanten Dateien, Begriffen und Programmen. „Zwar können die Listen nicht über alles im Detail Auskunft geben, sie enthalten aber trotzdem viele nützliche Informationen“, so Fabian Thorns. Wenn beispielsweise ein Lernziel Begriffe wie "understanding" oder "concepts" verwende, seien Fragen zu allgemeinen Prinzipien und deren Anwendung in realen Szenarien wahrscheinlich. Ebenso sei es unwahrscheinlich, dass Fragen zu bestimmten Konfigurationen oder Parametern gestellt werden, wenn für ein Lernziel "basic feature knowledge" oder "awareness of a topic" erforderlich ist.

Die Lernziele sollte man nach und nach im wahrsten Sinne des Wortes abhaken. Fabian Thorns: „Um die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen, ist es gut, sich die Lernziele auszudrucken und die Themen farblich zu markieren, die einem bereits hinreichend bekannt sind. Je nach Stand der Vorbereitung kann man auf dem Weg zur Prüfung immer mehr abhaken und weiß damit genau, wo man steht.“

Praxiserfahrung sammeln
Natürlich sollte man sich ebenso durch praktische Übungen mit den jeweiligen Programmen auf die DevOps-Prüfung vorbereiten und sich dabei ruhig auch die Originaldokumentationen anschauen. „Hilfreich kann es außerdem sein, an die eigenen Systeme und Anwendungen zu denken und zu überlegen, wie die Prüfungsinhalte dort funktionieren könnten“, sagt Fabian Thorns.

Prüfung ablegen
Sind alle Lernziele abgehakt ist es Zeit, die Prüfung in Angriff zu nehmen. Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten, eine LPI-Prüfung abzulegen, gibt es auf der LPI-Website. Das LPI Central Europe bietet zudem eine Übersicht über Veranstaltungen, auf denen vergünstigte Papierprüfungen angeboten werden.
 
Über Fabian Thorns:
Fabian Thorns ist Director of Certification Development des Linux Professional Institutes, LPI. Er ist M. Sc. Wirtschaftsinformatik, regelmäßiger Redner bei Open Source-Veranstaltungen und Autor zahlreicher Artikel und Bücher. Fabian ist seit 2010 Teil des Entwicklungsteams für Prüfungen.